Hamlet

Shakespeares Genie blieb kein Abgrund der Menschlichen Seele verborgen. Der ungeheuren Faszination, die von Seinem Drama „Hamlet“ ausgeht, konnte sich auch MIMODRAM nicht entziehen. So schufen die fünf Künstler nach der erfolgreichen Produktion des „Faust“ und „Don Juan“ einen weiteren Höhepunkt in ihrer Klassikreihe.

Bewegungstechnisch zeigt MIMODRAM „Hamlet“ als ein ungewöhnliches Schauspiel an der Grenze zwischen Tanz und Pantomime MIMODRAM hat einen Stil entwickelt: eine Synthese aus verfremdenden Bewegungsstilen, Ballet, Tanz und Pantomime.

So gelingt es den Akteuren im ständigen Wechsel zwischen konkreten Szenen und abstrakten Ritualen die Zuschauer in ein bis dahin nicht gekanntes Theatererlebnis zu entführen.

 

Die „Hamlet“- Inszenierung ist kein „SCHAUSPIEL OHNE WORTE“ sondern ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Tanz, Mimentheater und Lichtgestaltung, bei dem auf das gesprochene Wort verzichtet wird. Damit eröffnen sich nicht nur neue Gestaltungs-, sondern auch neue Interpretationsmöglichkeiten.

Der TOD bestimmt das Leben Hamlets. So zeigt MIMODRAM gleich zu Beginn als Schlüsselszene seine Beziehung zum Tod. Auf dem Friedhof, den Totenschädel des königlichen Spaßmachers in der Hand, MEDITIERT Hamlet über VERGÄNGLICHKEIT. „Wo sind denn nun deine Schränke? Deine Sprünge, deine Lieder?

 

Dann erst beginnt die Handlung. Konfrontiert mit dem GEIST SEINES VATERS, des Königs von Dänemark, packt Hamlet das ENTSETZEN über den schnöden Brudermord, der seinem Vater mit einem Handstreich „KRONE, WEIB UND LEBEN“ raubte. Der Ruf nach Rache bringt ihn aus dem seelischen Gleichgewicht. Zwischen „SEIN UND NICHTSEIN“ schwankend, macht er sich auf die Suche nach der WAHRHEIT und findet SCHULD.

Hamlets Onkel, Stiefvater und neuer König von Dänemark, verrät sich durch seine Reaktion auf das von Hamlet mit List in dieser Absicht inszenierten Schauspiels am Königshof. Hamlet zögert, der König handelt: Mit MACHT UND INTRIGEN will er Hamlet beseitigen – der Brief, mit dem er seine Höflinge nach England schickt, fordert dessen Tod. Eine FÄLSCHUNG des Briefes ermöglicht Hamlets Rückkehr an den Hof.

 

Hamlet quälen Zweifel. Ist auch die Mutter SCHULDIG? Warum die ÜBERSTÜRZTE, BLUTSCHÄNDERISCHE HEIRAT? Mit heftigen Vorwürfen stellt er sie zur Rede. Die versehentliche Tötung von Polonius, hinter dem Vorhang von Hamlet für den König gehalten, ist der Auftakt zu einem infernalischen Crescendo. Auch Polonius’ Sohn, Laertes, will den Tod des Vaters rächen und fordert Hamlet zum DUELL. Der König nutzt die Stunde für ein erneutes Komplott. Hamlet soll in keinem Fall siegen: VERGIFTET die Degenspitze, VERGIFTET den Wein.

DAS SCHICKSAL nimmt seinen Lauf: Die Königin trinkt auf den Erfolg Hamlets – TOD der Königin – TOD des Laertes durch Hamlet – TOD des Königs durch Hamlet – TOD Hamlets…..

„DER REST IST SCHWEIGEN…..“

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